Open-Source-Groupware für unterwegs

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 30.03.2010 | Kommentare: 1

Der Bonner IT-Dienstleister tarent hat die erste Version von „Syncphony“ (www.evolvis.org/) freigegeben. Diese freie Softwarelösung ermöglicht es, Kontakte, Termine, Notizen und Aufgaben zwischen der Groupware-Suite Kolab und mobilen Endgeräten zu synchronisieren. Dadurch lassen sich viele Smartphones wie Blackberrys, iPhones, Windows-Mobile-Systeme, diverse Nokia-Handys etc. an die freie Groupware anbinden. Das behebt den bisherigen großen Nachteil von Kolab, über keinen geeigneten Ansatz zur Integration mobiler Systeme zu verfügen.

Um das Defizit zu beheben, hat Kolab eine Programmierschnittstelle (API) für Webservices erhalten. Diese wird in Zukunft beliebigen Kolab-Clients den Zugriff auf den Groupware-Server erleichtern. Syncphony spricht die neue Schnittstelle über einen Funambol-Connector an, um die SyncML-Fähigkeit und die umfangreiche Gerätedatenbank von Funambol nutzen zu können.

Syncphony ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit der tarent GmbH und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). „Es hat mich geärgert, dass die Verbreitung von Kolab daran litt, dass diese technisch interessante Open-Source-Groupware nicht mit Smartphones funktionierte“, erklärt tarent-Geschäftsführer Elmar Geese das Engagement seines Unternehmens.

Die Lösung wird als freie Software unter der AGPL-Lizenz veröffentlicht. Interessierte Entwickler sind aufgerufen, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Das Kolab-Herstellerkonsortium hat angekündigt, die Syncphony in Kolab zu integrieren.

Syncphony lässt sich über das evolvis- Repository (www.evolvis.org) herunterladen. Dort können sich auch Entwickler für die Mitarbeit registrieren.

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