tarent auf dem LinuxTag 2010

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 15.06.2010 | Kommentare: 0

Zufrieden dürfte das tarent-Team den LinuxTag 2010 bilanzieren. Wieder einmal war ihr Stand mit 81 Quadratmetern Fläche der größte aller Aussteller. Tarent bekräftigte damit seine unveränderte Unterstützung des LinuxTag e.V. Die Berliner Kongressmesse kam insgesamt auf 25 Prozent mehr Ausstellungsfläche und verzeichnete einen leichten Besucheranstieg von 10.700 auf 11.600.

Wie immer lud der Stand vor allem ein junges Publikum zur spielerischen Annäherung an IT und Open Source ein. Dies widerspiegelt eine zentrale personalpolitische Orientierung des Anbieter, wie Michael Kleinhenz, Chefarchitekt bei tarent, erklärt: „Uns kommt es weniger auf Spitzenprogrammierer an als auf Kreativität und Teamfähigkeit.“ Tarent sucht weitere Mitarbeiter für das Mutterhaus in Bonn und die Niederlassung in Berlin.
Mit der Gründung und dem schnellen Ausbau der Berliner Filiale hat Tarent auf die immer noch starke Nachfrage nach Open-Source-basierenden Lösungen in den Behörden der Bundeshauptstadt reagiert. „Ein Großteil der IT-Projekte der öffentlichen Hand sind Open-Source-Projekte“, berichtete Kleinhenz als Vertreter des LinuxTag e.V. auf der Eröffnungspressekonferenz der Kongressmesse. „Behörden sind Open-Source-freundlicher als Unternehmen.“ In einigen Fällen hätten die IT-Abteilungen von Firmen Linux-Projekten bereits zugestimmt, die dann doch an lizenzrechtlichen Unsicherheiten scheiterten. Kleinhenz: Open Source hat gerade in Rechtsabteilungen der Großunternehmen einen schweren Stand.“

Daher will tarent künftig verstärkt Unternehmen ansprechen. Dazu könnte das Unternehmen unter anderem Entwicklungen aus Projekten vermehrt in allgemeiner verwendbare Produkte umsetzen. Jedenfalls empfahl Kleinhenz dieses als Mittel für Open-Source-Unternehmen, um über die verbreiteten Geschäftsmodelle hinauszugehen, die auf Programmierung, vor allem aber auf Service und Support basieren.
Der LinuxTag ist eine einmalige Gelegenheit Community-Projekte und andere kleine Open-Source-Unternehmen kennenzulernen. Dabei lässt sich vieles entdecken, das man sonst nicht so leicht finden würde.

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