Open Source Initiative stellt sich neu auf – eine Einladung

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 18.06.2010 | Kommentare: 0

Die für die Definition von Open Source und die Genehmigung von Open-Source-Lizenzen zuständige Open Source Initiative (OSI) steht vor einem eingehenden Umbau. Das hat Simon Phipps, einst bei Sun der firmeninterne Open-Source-Promoter und weiterhin Mitglied im OSI-Führungsgremium, angekündigt. Nach seiner Darstellung ist die 1998 gegründete Organisation für die heutigen Bedingungen der IT-Industrie nicht genügend aufgestellt.

Explizit erwähnt Phipps in diesem Kontext die Herausforderungen Cloud Computing und Open Data. Hier seien völlig neue Aufgabenbereiche entstanden. Auch wolle die OSI künftig besser Regierungen und unabhängige Organisation bei der Entwicklung von Open-Source-Programmen unterstützen. Schließlich gelte es, die Wucherung des Dschungels von Open-Source-Lizenzen zu verhindern.
Mit Letzterem ist ein Punkt angesprochen, der in den letzten Jahren immer wieder für zum Teil heftige Kritik an der OSI ausgelöst hatte: Die Zahl der OSI-genehmigten Open-Source-Lizenzen ist auf 66 angewachsen, obwohl einige Firmen ihre spezifischen Formen zurückgezogen haben. Lizenzen bewilligt die OSI, wenn sie der Open-Source-Definition entsprechen. Diese hat die OSI in einer Art Zehn Gebote zusammengefasst. Aus der Lizenzinflation haben Kritiker auch den Schluss gezogen, offenbar sei die Definition nicht genau genug.
Auch in der Organisation der OSI soll sich einiges ändern. Bisher entspricht sie der in der Open-Source-Welt üblichen Meritokratie, jedenfalls ansatzweise. Denn ihr Führungsgremium („Board“) ist nicht gewählt, sondern es beruft seine Mitglieder. Immerhin ist die Amtszeit im Board begrenzt. In diesem und nächsten Jahr werden einige Mitglieder ausscheiden. Das nimmt Simon Phipps zum Anlass einer Einladung: Wer sich für Open Source engagiere, ausdrücklich wendet er sich dabei auch an die Kritiker, möge sich melden, um selbst in der OSI mitzuarbeiten.

Open-Source-Navigation mit Navit

von: Nina Keller | am: | Kommentare: 0

Was ist Navit überhaupt?

Navit vereint Kartenmaterial von Openstreetmap, D-Bus-Anbindung und eine eigene Augmented-Reality-Integration (AR) zur modernen Navigationsanwendung.
Ob und wie sich das eigene mobile Linux-Gerät zum freien Navi eignet und was die Software kann, zeigt dieser Artikel, den unser Mitarbeiter Thomas Haase im LinuxMagazin platzieren konnte.

Viel Spaß beim lesen!

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