CIOs: Linux vereinfacht Innovation

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 23.08.2010 | Kommentare: 0

Kürzlich präsentierte Jean Staten Healy, IBM-Direktor für Worldwide Linux Strategy, auf der LinuxCon einen Beitrag, warum sich IT-Chefs immer stärker Linux zuwenden. Er stützte sich dabei auf nicht veröffentlichte Ergebnisse der letztjährigen Studie „The New Voice of the CIO“, für die IBM mehr als 2500 IT-Leiter aus 78 Ländern befragt hat. Demnach verbringen CIOs im Durchschnitt 55 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Aktivitäten, welche die Innovation in ihren IT-Abteilungen voranbringen sollen. Der Rest der Zeit, also eine recht beträchtliche Anzahl Stunden, geht für das Management der bestehenden IT-Strukturen drauf, bringt die IT ihrer Firmen also nicht wirklich voran.

Eins der wichtigsten Ziele, die mit Innovation verfolgt werden, ist Kosteneffektivität der IT. Dieser Aspekt sorgte in den vergangenen Jahren dafür, dass Linux zunehmend auf die Agenda der CIOs kam. Inzwischen sei dem nicht mehr so, erklärte Healy auf der LinuxCon: Die IT-Chefs wählen Linux aus strategischen Gründen. Es helfe ihnen, mit den Anforderungen mitzuhalten, flexibel und agil zu sein. Es bringe schneller Ergebnisse und Innovation. Das spreche inzwischen mehr für Linux als der Kostenaspekt.

Besonders heben die CIOs laut Healy die Virtualisierungsfähigkeiten von Linux und die ihm eigene Flexibilität hervor. Das erleichtere es, aus den IT-Investitionen mehr zu machen. Die CIOs stellten sich heute andere Fragen als noch vor wenigen Jahren, nämlich: Wie bringe ich etwas schnell zum Laufen? Wird es mit den Veränderungen des Business wachsen? Kann ich geschultes Personal für die Plattform bekommen?

Die Ausführungen von Healy stimmen überein mit den Befunden einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Accenture unter 300 sehr großen Anwenderunternehmen in den USA, England und Irland. Wie hier berichtet, sind den Anwendern nicht mehr Kostenvorteile das wichtigste Argument für Open Source. Vielmehr haben mehr als drei von vier Antwortenden (76 Prozent) ihre Qualität genannt, 71 Prozent Zuverlässigkeit sowie 70 Prozent bessere Beseitigung von Bugs und Schwachstellen. Genau die Hälfte befand, Open Source reduziere die Total Costs of Ownership.

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