Das Google-Betriebssystem Android für mobile Geräte hat offenbar sehr gute Perspektiven, denn bei den Entwicklern von mobilen Applikationen hat es mit enormer Geschwindigkeit Sympathien gewonnen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die IDC und Appcelerator Mitte September durchgeführt haben. Appcelerator aus dem kalifornischen Mountain View ist Hersteller von „Titanium“, einer Entwicklungsumgebung für mobile Applikationen, die unter der Apache-Lizenz 2.0 steht.
Rund 2400 Appcelerator-Anwender haben sich an der Umfrage beteiligt. 72 Prozent stimmten zu, Android sei „am besten aufgestellt, um eine große Zahl von unterschiedlichen Devices in der Zukunft zu betreiben“. Apple’s iOS kam da nur auf 25 Prozent. Dieser technische Aspekt ist aber nicht der einzig wichtige Faktor für den Markterfolg. Entsprechend favorisieren 59 Prozent langfristig Android, während 35 Prozent für iOS votieren. Die Kluft zwischen beiden hat sich seit einer ähnlichen Umfrage im Juni dieses Jahres um zehn Prozent zum Vorteil von Android vergrößert.
Wenn es aber darum geht, mit Mobile-Apps Geld zu verdienen, hat Apple weiterhin die Nase vorn. Denn hier finden rund neun von zehn Entwicklern Apple interessant, bei Android sind es acht von zehn. Besonders großes Interesse bekunden 44 Prozent an Google TV, knapp vor 40 Prozent für Apple TV. Bei den Tablets interessieren sich 62 Prozent für Android-basierende Geräte; die iPads liegen mit 58 Prozent auf Augenhöhe. WebOS- und Blackberry-Tablets finden nur jeweils 16 Prozent interessant.
Die größten Bedenken gegenüber Android haben drei Viertel der Entwickler hinsichtlich einer Fragmentierung des Systems. Das Apple-iOS gilt durch die Bank als fragmentierungssicher. Das mögen im Falle Android nur elf Prozent behaupten.