Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen „The 451 Group“ hat gemeinsam mit Partnerfirmen den „Future of Cloud Computing Survey 2011“ vorgestellt. Er basiert auf einer Umfrage, an der sich 417 Personen beteiligten. Die Ergebnisse fallen etwas anders aus, als es zu erwarten war. Interessant ist vor allem die Erklärung der Überraschung.
Es ist keineswegs so, dass das Eis gebrochen sei und die Anwender nunmehr deutlich aufgeschlossener gegenüber dem neuen Modell für den Bezug von IT-Leistungen seien. Vielmehr haben 40 Prozent der Befragten erklärt, sie experimentierten lediglich mit Cloud Computing, und 26 Prozent warten einfach auf eine größere Reife des neuen Marktes. Unter jenen, die schon Cloud-Services nutzen, beziehen nur 13 Prozent „mission critical“ Applikationen aus der Wolke. Elf Prozent nutzen die Cloud allenfalls, um Lastspitzen in der hausinternen IT abzufangen.
Unverändert sind Bedenken gegen Cloud Computing weit verbreitet. Jeweils 31 Prozent nannten Fragen zur Sicherheit und Bedenken in Sachen Compliance als die größten Barrieren. Jeweils 25 Prozent machen sich Sorgen um Interoperabilität der Cloud-Angebote und fürchten, durch die Cloud-Nutzung in ein Vendor Lock-in zu geraten.
Jay Lyman, Analyst in der Abteilung „Commercial Adoption of Open Source (CAOS) Research Service“ in „The 451 Group“, erklärt die Zurückhaltung der Anwender gegenüber der Cloud: „Wir glauben, das zeigt eine Intelligenz im Markt.“ Die Nutzung von Open-Source-Software, Virtualisierung und anderen Trends vor der Cloud seien den Anwendern Lehren gewesen. Daraus schließt Lyman: „Wir haben keinen Zweifel, dass Open Source weiterhin eine Schlüsselrolle spielen wird.“
Bedauerlich ist allerdings, dass es kein umfassendes, einfach zu nutzendes Open-Source-Cloud-Angebot gibt.