tarent – Member of Europe’s 500 Top Growth Companies

von: Nina Haering | am: 13.05.2013 | Kommentare: 0

Die tarent solutions GmbH, Tochterunternehmen der tarent AG wurde im Mai 2013 von der IESE Business School ausgezeichnet.
Die tarent ist Mitglied der 500 wachstumsstärksten Unternehmen in Europa.
Wir freuen uns über diese Auszeichnung und bedanken uns bei der IESE für das Zertifikat.

zertifikat-iese-businessschool-tarent

 

Wir sind umgezogen – Standort Einweihung der tarent in Berlin

von: Nina Haering | am: 22.04.2013 | Kommentare: 0

“Und Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,’ schreibt Hermann Hesse in seinem Gedicht ‘Stufen’.

In diesem Sinne haben wir am Mittwoch dieser Woche in Berlin den neuen Standort im Technologie- und Innovationspark Wedding eingeweiht.
Ein großes Highlight war sicherlich der Besuch unseres Kunden ZDPol, dessen Projektleiter mit einem ‘interaktiven Funkstreifenwagen’ auf den Hof fuhr.

 
einweihung-berlin

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren gut gelaunten Geschäftspartnern für Ihren Besuch und natürlich bei allen Mitarbeitern der tarent für die Vorbereitung einer sehr gelungenden Einweihungsfeier.

Thomas Haase (Standortleitung Berlin)

Unsere neue Anschrift in Berlin:
tarent AG
Voltastraße 5
13355 Berlin

NoSQL matters am 26. – 27.04.2013 in Köln

von: Nina Haering | am: 08.04.2013 | Kommentare: 1

Nach dem großen Erfolg von NoSQL matters in 2012, geht es dieses Jahr am 26. und 27.04. in Köln weiter.
Die Konferenz bietet nicht nur die Möglichkeit zum Netzwerken, sondern auch viele interessante Vorträge in einem prall gefüllten Vortragsprogramm.
Etwa 300 Besucher werden erwartet, darunter IT-Experten und Anwender ebenso, wie Sponsoren und interessante Unternehmen.
NoSQL matters wird in 2013 neben dem angestammten Thema NoSQL, den Schwerpunkt Big Data haben.

Das Veranstaltungsprogramm und Möglichkeiten das Event zu unterstützen, finden Sie auf der NoSQL matters Website.

 

Der neue Vorstand der tarent AG stellt sich vor

von: Nina Haering | am: 03.04.2013 | Kommentare: 0

Die tarent AG läutet das Jahr 2013 mit einer neuen Besetzung des Vorstands ein.

Seit dem 01.01.2013 wird das Unternehmen zusätzlich zu den bisherigen Vorständen Boris Esser und Alexander Steeg, auch von Dr. Stefan Barth und Kai Ebenrett geleitet.
Alle Vier sind erfahrene Experten der IT-Branche und werden ihre Stärken nun gemeinsam in die Unternehmensführung einbringen.
Während Boris Esser als CMO weiterhin verantwortlich für die Bereiche Vertrieb und Marketing ist und Alexander Steeg, wie bisher, als CFO den Bereich Finanzen und Controlling leiten wird, wird Dr. Stefan Barth als COO den Bereich Entwicklung & Produktion führen. Kai Ebenrett wird als CBDO den Bereich Business Development leiten, sowie die Beteiligungen der tarent AG betreuen.

Mit diesem Schritt stellt die tarent AG die Weichen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung in 2013, die neben der bekannten Expertise bei der Entwicklung anspruchsvoller IT-Projekte zukünftig um ein Open-Source Produktportfolio erweitert wird.

tarent-ag_vorstand

Ausbau Produktportfolio: tarent AG übernimmt sämtliche Anteile der OSIAM GmbH

von: Nina Haering | am: 04.03.2013 | Kommentare: 0

Im Zuge des Ausbaus ihres Produktportfolios übernimmt die tarent AG sämtliche Anteile der OSIAM GmbH.

“Die sichere Verwaltung und Verwendung von Systemzugängen und identitätsbezogenen Stammdaten ist eines der Kernelemente vertraunenswürdiger Anwendungen. Mit OSIAM erhält nicht nur unser eigenes Produktportfolio ein zuverlässiges Fundament, sondern wir ermöglichen auch unseren Kunden die Entwicklung eigener Anwendungen auf dieser Basis. Das erlaubt uns, wie auch unseren Kunden, die Konzentration auf die Fachlichkeit und damit den eigentlichen geschäftlichen Nutzen der Anwendungen.” sagt Kai Ebenrett, Chief Business Development Officer der tarent AG.

Als Open Source Lösung spielt OSIAM zukünftig eine zentrale Rolle im Angebot der tarent AG und soll darüber hinaus auch der Open Source Community zur Verfügung stehen um personenbezogene Daten in Anwendungen auf breiter Front abzusichern. Ebenso freut sich die tarent AG über Unterstützung aus der Community zur Weiterentwicklung von OSIAM.

Die Integration der OSIAM GmbH wird innerhalb der ersten Jahreshälfte 2013 umgesetzt, während sich die OSIAM Produktentwicklung bereits jetzt mit den Anforderungen aus dem tarent Produktportfolio auseinandersetzt.
Dank eines agilen Entwicklungsvorgehens werden nutzbare Ergebnisse daraus in den nächsten Wochen für die Community zur Verfügung stehen.

Über die tarent AG:
Die tarent AG, mit Sitz in Bonn und Berlin, entwickelt seit 1996 projektbasiert Lösungen für Kunden aus Privatwirtschaft und dem öffentlichen Bereich. Insgesamt erwirtschafteten die aktuell 150 Mitarbeiter im Jahr 2012 15,9 Mio. Umsatz.
Aus dem Projektgeschäft kommend setzt die tarent AG zunehmend auch auf die Entwicklung und den Vertrieb eigener Produkte, die unter Open Source Lizenz den Anwendern in aller Welt zur Verfügung stehen.

Über die OSIAM GmbH:
Die OSIAM GmbH wurde 2011 gegründet und entwickelt die Identity & Access Management Lösung “OSIAM”.
Einer klaren Open Source Strategie folgend wurde im Dezember 2012 unter www.osiam.org das zweite Release veröffentlicht das neben einer mandantenfähigen Identitätsverwaltung mit flexiblem Datenschema auf Portaltechnologie, Komponenten zum flexiblen Einsatz von Autorisierung und Authentifizierung enthält. Dazu unterstützt OSIAM Standards wie SAMLv2, OAuth2, HOTP, OpenID und XACML.

Vortrag zum interaktiven Funkstreifenwagen auf der CeBIT

von: Ina Langenhorst | am: 13.02.2013 | Kommentare: 0

Vom 05.-09. März 2013 öffnet die Messe Hannover wieder die Tore für IT-begeisterte Besucher der CeBIT aus aller Welt.

Wir freuen uns, wenn wir Sie am Samstag, 09.03.2013 um 14:30 Uhr im CeBIT Open Source Forum  begrüßen dürfen! Thomas Haase ist der Projektleiter des “interaktiven Funktstreifenwagens” und wird über das Projekt für die Polizei Brandenburg berichten.

Dabei  wird er rückblickend die Entwicklung des “interaktiven Funkstreifenwagens” schildern und die Vorteile die sich aus der Entscheidung für eine OpenSource-Lösung ergeben haben. Nähere Informationen finden Sie hier in der aktuellen Ausgabe des Behördenmagazins, ab Seite 5.

Sie schaffen es leider nicht persönlich? Der Vortrag wird auch auf der Website des Linux-Magazins,  übertragen und steht später im Onlinearchiv zur Verfügung.

 

Der interaktive Funkstreifenwagen im Behördenmagazin

von: Ina Langenhorst | am: 04.01.2013 | Kommentare: 0

Im Auftrag des  Zentraldienstes  der Polizei Brandenburg (ZDPol) hat die tarent AG mit PolarIS die zentrale Komponente eines „interaktiven Funkstreifenwagens“ entwickelt, der seit über 2 Jahren auf Brandenburgs Strassen unterwegs ist. Der Multi PC begleitet die Beamten nach erfolgreicher Testphase nun bald in weiteren 30  Streifenwagen im Land Brandenburg und erleichtert die Arbeit der Beamten mit den immer zahlreicheren elektronischen Komponenten im Polizeiwagen. Die Polizeibeamten werden durch die Open-Source-basierten Lösungen entlastet und die Sicherheit während des Einsatzes wird maßgeblich erhöht.

Was genau sich hinter dem  interaktiven Streifenwagen verbirgt und wie dieser zum Einsatz kommt, finden Sie hier in der Dezember-Ausgabe des Behördenmagazins (ab Seite 5).

Open-Source-Organisationen öffnen sich

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 05.11.2012 | Kommentare: 0

Der in letzter Zeit deutlich zunehmende Trend zu Open Everything (siehe den letzten Blog-Beitrag hier) hat deutlich Auswirkungen auf klassische Open-Source-Organisationen gehabt. Bei ihnen steht nicht mehr allein die Verbreitung von Open-Source-Software und ihrer Prinzipien im Vordergrund. Die Erweiterung des Begriffs Offenheit auf andere Bereiche war anfangs keine bewusste strategische Entscheidung. Dem Adjektiv Open galt allerdings eine grundsätzliche Sympathie.

So wurde das Projekt Open Streetmap, das nichts mit Sourcecode zu tun hat, vorbehaltlos als „gut“ angesehen. Dieses Projekt hat seinerseits initiale Wirkung für die Forderung nach Open Data und Open Government gehabt. Open-Source-Anbieter, darunter auch tarent, haben sehr früh erkannt, dass sie für diese Wellen gute Voraussetzungen mitbringen. Denn Open Data und Open Government funktionieren nur auf der Grundlage unabhängiger und offener Schnittstellen, auf internationalen Standards sowie mit offenen Dokumentenformaten. Die so erweitere Interessenlage der Open-Source-Anbieter hat sich alsbald in der Ausrichtung der Open-Source-Organisationen niedergeschlagen.

Kurz vor dem Zusammenschluss von Linux-Verband (LIVE) und Linux Solutions Group (LiSoG) zur Open Source Business Alliance (OSB Alliance) Mitte letzten Jahres gab es auf dem LinuxTag eine Diskussionsrunde zum Thema „Open Minds Economy“. Thema war, was sich alles öffnen ließe beziehungsweise eine Öffnung verdiene. Auf dem LinuxTag 2012 wurde daraus bereits eine ganztägige eigenständige Veranstaltung, die konkreter Open-XYZ-Segmente beschrieb.

Noch zu Zeiten der LiSoG war in ihr aus Diskussionen über das Verhältnis von Open Source und Cloud Computing – hier geht es nicht mehr um die Verfügbarkeit von Sourcecode – bereits das Open-Cloud-Projekt Deutsche Wolke entstanden. Es wurde unverändert in die OSB Alliance übernommen und bildete den Kern des erstens Auftritts des Vereins auf der CeBIT 2012. Seit dem Sommer letzten Jahres ist aus der LinuxTag-Initiative Open Minds Economy eine Working Group der OSB Alliance entstanden, Open Education.

Ein ähnlicher Wandel lässt sich bei der Open Source Business Foundation (OSBF) erkennen. Anfang 2011 formierte sich in ihr die Projektgruppe Open Cloud. Gleichzeitig steigerte die Projektgruppe Events ihre Aktivitäten in Richtung neuer Veranstaltungsformen und -inhalte, bei denen nicht mehr Open Source im Vordergrund stand. Im Frühjahr 2012 entstand auch die über die Nürnberger Initiative FabLab vereinten, auf den Nachwuchs ausgerichteten Projektgruppen Open Education und Electric Creatives. Gleichzeitig finden sich seither in den öffentlich zugänglichen Mitglieder-Newsletters keine Berichte mehr über Aktivitäten der Projektgruppen Embedded, Interoperability, OS Service Quality Alliance und Open Source Research.

Obschon auch vom Projekt Open Cloud keine Neuigkeiten mehr zu finden sind, scheint sich über die Hebel Open Education und Events das Gewicht auf Open XYZ zu verschieben. Ein wichtiger gestalterischer Kopf dieser Neuorientierung könnte der hier schon im letzten Blog-Entry zitierte Unternehmensberater Stefan Probst sein, der in der OSBF sehr engagiert ist. Er ist mit seiner Beschreibung, was alles Open sein könnte, quasi in die Offen-sive gegangen.

Die dritte relevante Organisation in Sachen Open Source ist die Free Software Foundation Europe (FSFE), wobei es ihr nicht nur um Open Source geht, sondern deutlich pragmatischer um Freie Software. Die FSFE versucht sehr engagiert, auf die deutsche und europäische Politik Einfluss zu nehmen. Das betrifft auch offene Standards, was Schnittstellen und Dokumentenformate einschließt, denn die gelten ihr als Voraussetzung für Freie Software. Von diesem obersten Ziel weicht die FSFE nicht ab. Auf ihren Web-Seiten gibt es keine Statements der Organisation zu Themen wie Open Access, Data oder Government, auch wenn offene Standards dafür Voraussetzungen sind.

Die Gründe für die zunehmende Verlagerung der Aktivitäten der klassischen Open-Source-Vereine auf Open-XYZ-Themen sind vielschichtig. Ein Moment besteht sicher allein schon darin, dass Open-Source-Software allgegenwärtig ist und ihre weitere Verbreitung eher positiven Erfahrungen der IT-Anwendern als öffentlich wirksamen Aktionen verdankt.

Ein weiterer Grund dürfte darin bestehen, dass Themen wie Open Access, Open Data, Open Government, Open Education in der Presse deutlich besser aufgenommen werden. Sie sind einfacher zu verstehen als Open Source – wobei die mit Open XYZ immer verbundene und nicht ganz unkomplizierte Lizenzform Creative Commons anscheinend gar nicht so hemmend wirkt. Open Everything entspricht einem vom Internet beeinflussten Zeitgeist, der auf eine Demokratisierung der Gesellschaft durch Offenheit hinausläuft.
Von hervorragender Wichtigkeit aber ist, dass Open-Source-Anbieter – und damit ihre Vereine – sehr gut positioniert sind, um aus dem Openness-Trend geschäftliche Vorteile zu ziehen. Was auch immer offener werden soll: Es braucht dafür offene Standards, Schnittstellen und Dokumentenformate. Mit denen kennen sich Open-Source-Anbieter bestens aus.

Ferner werden öffentliche Verwaltungen und Forschungsinstitutionen bei einer Orientierung auf Offenheit Wert darauf legen, deren technische Umsetzung bestimmt nicht einem einzigen Unternehmen zu überlassen, sondern auch auf Anbieterseite Offenheit voraussetzen. Bei solchen Aufträgen ist reibungslose Kooperation verschiedener IT-Anbieter gefragt. Genau damit, mit vertrauensvoller Zusammenarbeit statt eifersüchtiger Abschottung haben Open-Source-Unternehmen große Erfahrungen.

Kurzum: Open Everything erweitert die geschäftlichen Möglichkeiten der Open-Source-Anbieter.

Open-Source-Software oder Open Irgendetwas?

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 28.10.2012 | Kommentare: 0

Der Open-Source-Hype ist vorbei. Diesen Satz hört man jetzt schon seit zwei, drei Jahren bei jeder Gelegenheit. Beim Marktforschungsunternehmen Gartner, wo die „Hype Cycle“-Grafik erfunden wurde, würde man sagen: Open Source hat die Hype-Phase und ihren „Peak“ hinter sich gelassen und befindet sich nun auf dem Weg ins „Tal der Desillusionierung“, bevor es dann langsam wieder aufwärts geht und einen festen Platz in der IT-Geschichte einnimmt. An das Modell muss man nicht glauben, auch wenn es zumindest auf den ersten Blick zutreffend zu sein scheint.

Ein paar Beobachtungen: Seit Jahren finden Linux und einige Open-Source-Anwendungen, vor allem im Bereich Infrastruktur, unverändert schnell, aber ohne großes Aufsehen immer weitere Verbreitung. Die für einen Hype charakteristischen Schlagzeilen aber haben Linux und Open-Source-Programme auf Desktops gemacht, vor allem in den ersten Jahren des letzten Jahrzehnts. Dabei waren einige Öffentliche Verwaltungen Vorreiter, sogenannte „Leuchtturm-Projekte“. Es gibt sie noch, aber sie haben ihre Leitfunktion eingebüßt. Das Linux-Desktop-Projekt im schweizerischen Solothurn ist ganz eingestellt. In Freiburg steht das OpenOffice-Projekt auf der Kippe. München kann noch solche Erfolge melden, in der Presse kommt es nicht mehr so an wie früher. Das heißt: Die öffentliche Wahrnehmung hat nachgelassen.

Genau genommen hat sich die Aufmerksamkeit verlagert. Ein Beispiel dafür ereignete sich auf dem LinuxTag 2012. In ihrem Grußwort zur Eröffnung erwähnte die Bundes-CIO Cornelia Rogall-Grothe Open Source eher am Rande. Im Vordergrund standen offene Standards und Interoperabilität, Open Data und Open Government fanden prominente Erwähnung.

Was nun? Kommt jetzt Open Allerlei statt Open Source? Ohne Wertung. Denn das könnte ja auch damit zusammenhängen, dass Open Source allgegenwärtig ist, neudeutsch: Commodity, und nicht mehr als etwas Neues, Aufregendes empfunden wird. Viel mehr Schlagzeilen macht hingegen alles andere, wo Open davorsteht: Neben den gerade erwähnten Punkten zum Beispiel Open Access, Open Cloud, Open Education, sogar Open Hardware. Eine umfangreiche Liste hat unter anderem Stefan Probst, Gründer der Open-Source-orientierten Unternehmensberatung Entresol aus Erlangen, hier aufgestellt.

Viele dieser Themen ließen sich auch unter einem Stichwort zusammenfassen: Open Society. Sie sind Ausdruck einer Öffnung der Gesellschaft, einer Demokratisierung im Sinne einer Chance zu mehr Partizipation jedes Einzelnen. Die initialen Kräfte dieser Open-Bewegung kommen nicht aus der Politik, auch nicht von den Grünen. Auch nicht von der Piratenpartei, deren schon wieder verblassender Erfolg viel mit der Offenheit des Internet zu tun hat.

Mit anderen Worten: Die Entwicklung der Technik hat Grundlagen für mehr geschaffen, als ein Dokument schneller und komfortabler als zuvor von A nach B zu befördern. Der Kern dieser Technik ist ihre Offenheit, nämlich frei verfügbare, firmenunabhängige Standards und in weiten Teilen die Umsetzung dieses Prinzips in Gestalt von Open-Source-Software. Open Source ist die Mutter von Open Allerlei.

Entsprechend finden sich in Open XYZ die Grundlagen von Open Source wieder. Berater Probst hat das so formuliert: „Alle diese Initiativen beruhen dabei auf den Ideen und Prinzipien, welche auch die Entstehung von Open Source (anfangs “freie Software”) inspiriert und vorangetrieben haben. Offenheit, Transparenz, Vielfalt, Mitgestaltungsmöglichkeiten, freie Verfügbarkeit und Zugang, Anbieterunabhängigkeit sowie Innovationskraft sind herausragende Stärken von Open Source und gleichzeitig auch ein wesentlicher Antrieb für die Communities, um an offenen Themen mitzuarbeiten und diese aktiv zu gestalten.“

Es nimmt nicht Wunder, dass jetzt der Hype Open Allerlei auf Organisationen der älteren Open-Source-Bewegung zurückwirkt. Ob Open Source Business Alliance oder Open Source Business Foundation: Alle diese Interessenvertretungen haben sich in letzter Zeit immer deutlicher Open-XYZ-Themen zugewendet. Welches Ausmaß das hat, warum das so ist, was die in den Organisationen aktiven Unternehmen davon haben und welche Bedeutung Open-Source-Software überhaupt noch hat, wird hier demnächst in einem zweiten Blog-Beitrag behandelt.

Freiburg: Klammheimlicher Abschied von OpenOffice?

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 27.09.2012 | Kommentare: 0

Unter mysteriösen Umständen und im Klandestinen scheinen Kräfte in der Stadt Freiburg die Re-Migration von OpenOffice zu einem proprietären Produkt, vermutlich Microsoft Office, zu betreiben. Das geht aus einer offenen Anfrage von Open Source Business Alliance (OSBA), Free Software Foundation Europe (FSFE) und Bundesverband Informations- und Kommunikationstechnologie (BIKT) an Bürgermeister, Gemeinderat und IT-Abteilung der Stadt im Breisgau hervor.

Die Open-Source-Bürosuite ist in Freiburg auf mehr als 2000 Arbeitsplatzrechnern der Stadtverwaltung im Einsatz. Denn Mitte 2007 hatte der Gemeinderat beschlossen, für Dokumente zwecks ihrer Austauschbarkeit nur noch PDF und das Standardformat „Open Document Format“ (ODF) für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. zuzulassen.

Dagegen gab es, wie zu erwarten, aus Reihen der Mitarbeiter in der Verwaltung, obwohl alle eine gründliche Umschulung erhalten haben, immer wieder Kritik, vor allem an Inkompatibilitäten in der Darstellung von OpenOffice- und MS-Office-Dokumenten. So kamen im Frühjahr 2012 erstmals Bedenken auf, Freiburg könnte sich von OpenOffice verabschieden – und dabei nicht etwa auf LibreOffice umsteigen. Anlass bot, dass bekannt wurde, ein nicht näher beschriebenes Gutachten, solle die IT der Stadt evaluieren.

Allerdings beruhigten sich die Spekulationen zwischenzeitlich wieder. Denn Freiburg konnte mit einem in München entwickelten Tool zahlreiche Dokumentenvorlagen umstellen. Ferner hatte die Stadt im Juli dieses Jahres im Rahmen eines Projekts der OSBA zusammen mit München und Jena sowie dem schweizerischen Bundesgericht, dem Schweizer Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) und dem Kanton Waadt 140.000 Euro aufgebracht, damit Dokumente aus Microsoft Office im Microsoft-eigenen OOXML-Format künftig besser mit OpenOffice und LibreOffice harmonisieren.

Inzwischen liegt das erwähnte Gutachten vor und hat nach Informationen von OSBA, FSFE und BIKT sogar schon Konsequenzen gehabt. Das Gutachten blieb geheim und wurde weder dem Gemeinderat noch anderen öffentlich tagenden Gremien zugänglich gemacht. Gleichwohl wurde aus ihm aber schon eine Konsequenz gezogen: Die Verwaltung der Stadt betreibt die Ablösung von OpenOffice durch ein proprietäres Büropaket. Sogar die finanziellen Mittel für die Umstellung sollen schon bewilligt sein.

Mit diesem Vorgehen würde die Verwaltung einen unwiderrufenen Beschluss des ihr übergeordneten Gemeinderats kippen, ohne ihn informiert zu haben. Dieses Vorgehen nennen BIKT, FSFE und OSBA „mindestens ungewöhnlich“. Sie erklären sich „besorgt darüber, ob die Verwaltung sich über Beschlüsse der Legislative hinwegsetzt oder zumindest versucht, schwer änderbare Fakten zu schaffen“. Die drei Vereine begehren nun zu erfahren, warum das Gutachten nicht veröffentlicht wurde und wie eine Re-Migration zum Gemeinderatsbeschluss von 2007 passe.

Die Mitteilung von OSBA, FSFE und BIKT hat die Open-Source-interessierte Presse auf den Plan gerufen, erste Berichte trafen auf zum Teil derbe Kommentare der Leser. Inzwischen haben mehrere Journalisten Fragen an die Stadt Freiburg gestellt, die über das Schreiben der drei genannten Vereine weit hinausgehen. So begehren sie zu erfahren, ob eine Rückmigration auf MS Office ins Haus steht. Ebenso ist nach den Kosten für die zweite Migration und die jährlichen Lizenzen gefragt. Ferner wer und auf welcher Rechtsgrundlage diese Budgetposten genehmigt hat. Wie wird gerechtfertigt, dass eine Verwaltung gegen den expliziten Beschluss des ihr vorgesetzten Gemeinderats handelt? Wer hat das Gutachten erstellt, wer es geprüft, und wer wurde dazu angehört? Warum wurde es unter Verschluss gehalten und der Gemeinderat nicht zu seiner Beratung eingeladen?

Merkwürdigerweise ignorierte die von einer klaren rot-grünen Mehrheit und dem Oberbürgermeister Dieter Salomon (Bündnis 90/Grüne) regierte Stadt diese Anfragen. Auskunft gab eine Sprecherin lediglich dem „Linux-Magazin“ und dem Web-Nachrichtenportal „Silicon.de“. Sie bestätigte, dass ein Gutachten zur allgemeinen IT-Aufstellung der Stadt „eine Rückkehr zu MS Office, allerdings nicht generell“ empfehle (Antwort an Linux-Magazin). Dieses, so heißt es in der Antwort an Silicon.de lediglich, liege nun verschiedenen Dienststellen zur Stellungnahme vor. Daraus werde eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat entstehen, die im Freiburger Online-Ratsinformationssystem zu lesen sein werde. Es sei im Übrigen üblich, dass extern erstellte Gutachten nicht veröffentlicht würden.

Derweil harren andere Journalisten und vor allem die Absender der ursprünglichen Anfrage, nämlich OSBA, FSFE und BIKT, einer Antwort. Dieses Verhalten und vor allem die Geheimhaltung des Gutachtens behindern eine intensive Sachdiskussion im Gemeinderat und eine Beteiligung der Bürger an ihr. Das Prozedere mag ja verwaltungsüblich sein, aber Open Government sieht anders aus.

 

« Ältere Einträge |