Android 360: Android – Nicht nur für Apps

von: Nina Haering | am: 10.08.2011 | Kommentare: 0

Androids Erfolg wird nicht ausschließlich von der Menge der Applikationen oder Entwickler bestimmt. Schlussendlich ist auch die schiere Anzahl verschiedenster Geräte, die mit Googles Mobilplattform betreibbar sind, ein Erfolgsfaktor. Doch was gibt Google uns Entwicklern an die Hand, um Android auf neue Geräte zu bringen oder es an unsere Wünsche anzupassen?

Genau darüber haben sich die tarent Mitarbeiter Robert Schuster und Christian Küster einige Gedanken gemacht. Den kompletten Artikel dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe des Android 360 Magazins oder hier als PDF.

Google-Fehler bei Android

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 14.07.2011 | Kommentare: 0

Apple bezieht ja nun reichlich Prügel wegen seiner strikten Kontrolle und Zensur der Apps in seinem Markt für iPhone-Anwendungen. Google hat davor wohl Angst gehabt und gemeint, das genaue Gegenteil entspräche dem Open Source-Ideal, mit dem die Firma sich gern darstellt. Doch genau für diese Koketterie – und vor allem deren Konsequenzen für die Anwender – verdient die Firma ein paar kritische Anmerkungen.

Ich würde mir ja niemals ein iPhone kaufen, einfach weil ich es hasse, vom Verkäufer bevormundet zu werden, vorgeschrieben zu kriegen, was ich mit meinem Gerät machen darf oder nicht. Wenn es um Smartphones ging, kamen daher nur Android-Geräte in Frage. Linux-basierend = offen = ich kann machen, was ich will. Die Formel ist etwas zu einfach, wie die Realität gezeigt hat. Heute gibt es für kein Smartphone mehr Malware, also Schadsoftware, als für Android-Smartphones.

Von meinen Desktops und Notebooks ist Windows verbannt; Linux ist einfach sicherer gegen Eindringlinge. Allgemeine Begründung: Linux ist halt weniger verbreitet, also weniger attraktiv für Angreifer. Android-Smartphones sind allerdings der Hit, eine riesiger Markterfolg. Prompt sind da auch die Angreifer. Steven J. Vaughan-Nichols, Journalist und ein alter Open Source-Apostel, zitiert in seinem ZDnet-Blog den Sicherheitsexperten Mickey Boodaei: „Im Vergleich zu Apple’s AppStore ist der Android-Market der Wilde Westen. Man kann Applikationen nicht immer trauen, die man von dort herunterzieht.“

Nun ist „SJVN“, der einmal als Unixer bei der NASA seine berufliche Karriere begann, unter Kollegen bekannt als jemand, der seine Tastatur wie eine MP gebraucht. Der kann schon mal richtig hinlangen; also ist etwas Abgeklärtheit geboten. Doch diesmal hat er recht mit seiner Beschwerde: „Google wird seinem Job nicht gerecht, im Android Market registrierte Programme nach feindlichen Inhalten und giftigen Loads zu untersuchen, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.“

Jeder Hacker kann für die Anwender gefährliche Programme auf den Android Market stellen. Es gibt keine Prüfungen der Software, Zugangsbeschränkungen eh nicht. Schwups, sind gefährliche Programme auf den Smartphone von Anwendern, die sich – wie üblich – keine Sorgen um Sicherheit machen. Und mit den Geräten E-Mails austauschen, Banküberweisungen machen, also schon eine Menge vermeintlich vertraulicher Informationen übermitteln. Was sich meistens bald rächt, indem plötzlich unerklärliche, aber teure Kontobelastungen stattfinden.

Dafür kann Google nichts, oder doch? Der Vorwurf von SFVN: „Der einzige Grund, warum es so viel Malware für Android gibt, besteht darin, dass Google kein bisschen Sicherheits-Checks macht.“ Google müsse doch wenigstens die Applikationen auf einigen Testgeräten laufen lassen und dabei protokollieren, was die Software dann mache. Eine IT-Lappalie und keine empfindliche Kostenstelle für den eine Firma mit solchen Einnahmen. Erst danach dürfe eine App für das Publikum freigegeben werden.

Die jetzige Situation jedoch, dass nämlich erst die Anwender, welche von Malware auf ihren Geräten geschädigt werden, Google solche melden sollen, ist geradezu absurd. Welcher Anwender ist nur in der Lage, sich wirklich verlässliche Schutzsoftware für sein Smartphone aus dem Market auszuwählen? Wer kann erahnen, dass bestimmte Aktionen durch Abgriff von Informationen aus seinem Handy hervorgerufen werden.

In einer Welt, die „Otto Normalverbraucher“ abverlangt, alltäglich mit extrem komplexen Systemen umzugehen, wird dem „Durchschnittsidioten“ (ich zähle mich dazu) von den Herstellern in der Tat zu viel zugemutet. Sie können nicht die Systeme durchschauen, ihre Risiken einschätzen, gar selbst für die Sicherheit sorgen. Die Geschichte der zunehmenden PC-Verseuchungen hat ja wohl schon zur Genüge belegt, dass man IT-Sicherheit nicht den Privatpersonen übertragen darf – weil die vielleicht nicht mal Bock haben, den Update eines Schutzprogramms „gerade jetzt“ auf ihre Kiste zu laden.

Dadurch entsteht ein riesiges Problem für die gesamte IT: Das Internet wird zum größten Teil von Malware gebraucht. Es ist völlig unverständlich, warum sich diese Erfahrung der letzten zwei Jahrzehnte nicht niederschlägt in den Business-Strategien der Smartphone-Hersteller. Google schätzte ich einmal als Vordenker der Internet-PC-Generation. Das Image eines Vorbilds der nächsten Generation, der Mobile-Generation, könnte das Unternehmen schon verspielt haben.

Man darf die Anwender eben nicht im Regen stehen lassen, wie es einst Microsoft mit seiner ignoranten Haltung gegenüber Schlupflöchern in seinem Windows-System tat.Google muss reagieren. Die Firma muss ja nicht gleich die Daumenschrauben anlegen wie Apple. Irgendwo in der Mitte wird sich der Kompromiss finden. Die Frage ist bloß nicht: Wie und wann?

Dies ist übrigens auch eine Frage für das nächste Smartphone-Betriebssystem, das in den Startlöchern steht, nämlich MeeGo. Dessen Aufsichtsgremium, die Linux-Foundation, steht vor einigen strategischen Entscheidungen. Ausgerechnet ein erklärtermaßen auf Offenheit orientiertes Gremium wird sich damit beschäftigen müssen, welche Art Beschränkungen es seiner Software mitgeben muss.

Allen Ernstes: muss! Es ist ein schlichtweg moralisches Gebot, alle Grundlagen dafür zu schaffen, dass Anwender nicht einer Gefahr ausgesetzt werden.

Google sperrt intern Windows aus

von: Ludger Schmitz (freier Journalist) | am: 02.06.2010 | Kommentare: 1

2.6.2010 – Einer der größten IT-Anwender und -Anbieter der Welt will nicht mehr mit Windows arbeiten. Nach einem Bericht der „Financial Times“ (FT) werden alle neuen Mitarbeiter im Unternehmen nur noch die Wahl zwischen Apple OS X und Linux haben. Bisherige Windows-Anwender sind demnach aufgefordert ebenfalls auf diese Betriebssysteme zu wechseln. Wer noch Windows verwenden will muss eine enorme Hürde nehmen: Er braucht die Genehmigung vom Google-CIO.

Der Grund sei ein „Sicherheitserfordernis“, soll ein Google-Informant der FT gesteckt haben. Der Hintergrund liege in den Angriffen, die Google aus China erlebt habe. Das Unternehmen habe Sicherheitslücken in Windows als das damalige Einfallstor erkannt. „Mit Microsoft fühlen wir uns nicht so wohl, mit Linux schon eher“, wird der Informant zitiert. Viele hätten sich schon nach diesen Ereignisse zum Apple-Betriebssystem geflüchtet.

Die Begründung verdient Zweifel. Denn das Apple-System basiert zwar auf Open Source, ist per se aber closed, nicht einsehbar. Außerdem darf Apple, wie Tests gezeigt haben, im Vergleich zu Windows nicht generell als sicherer gelten. Last, not least, ist man bei Apple wie bei Windows auf das Belieben der Anbieter angewiesen, wann sie Hotfixes herausbringen möchten. Apple unterscheidet sich nicht grundsätzlich von Microsoft – oder wie ein Kommentator auf heiseopen es formuliert: Man kommt damit „vom Regen in die Traufe“.

Über den Grund der Pubilicity-trächtigen Vorgabe von Google darf frei spekuliert werden; denn das Bild passt nicht so recht: Zwar mag Microsoft der Hauptkonkurrent in Sachen Suchmaschinen sein, aber das Feld ist nicht, wo Google hin möchte. Die Firma knüppelt viel mehr in Sachen Smartphone. Bei denen geht es nicht nur um die Dominanz im Markt der mobilen Geräte, sondern vielmehr um die mit ihnen verbundenen Services. In beiderlei Hinsicht ist Apple der Hauptkonkurrent für Google. Und Apple-Chef Steve Jobs sieht es umgekehrt genau so.

Google sollte aus verständlichen Gründen seine Mitarbeiter auf das eigene Linux-Betriebssystem Chrome OS samt Google-Applikationen bringen wollen. Dass den Leuten aber (vorerst?) auch Apple erlaubt bleibt, lässt einen Gegenschluss zu: Noch ist Chrome OS nicht das Gelbe vom Ei. Google-intern scheint es Widerstände zu geben. Was wiederum heißen würde, dass der Ausschluss von Microsoft dem Chrome-Team nicht „von oben“, sondern aus der eigenen Belegschaft, von Kollegen mächtig Druck macht, die Sache zu verbessern. Und genau das scheint dem internen Stil des Hauses zu entsprechen.

How Google changes IE into Chrome

von: Elmar Geese | am: 14.11.2009 | Kommentare: 0

What a nice strategy in the endless browser war. Google developed a WebKit Plugin for IE which make IE use the WebKit Plattform instead of its own to show webpages. Reasons for that are many.

  • Google Wave needs a fast JavaScript Engine which IE fails to offer
  • Google Wave needs HTML5 which IE fails to support

The funny thing is that IE Users will in fact use a chrome browser when they think its an IE. No doubt Microsoft tries to do anything to let Chrome not into IE, but there is no more than FUD what they have to offer.And even more funny: the Chrome/IE Version is 10 times faster than the pure Microsoft one.

As soon as Google wave is out for public use, it will be adopted widely by businesses and communities. I think microsoft has lost the next battle in browse wars even before it has really begun.

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